Gibt es eine Verbindung zwischen Krebs und Ernährung?

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Fast jeder zweite Deutsche erhält in seinem Leben eine Krebsdiagnose. Und auch wenn die Forschung und Medizin mittlerweile beachtliche Erfolge zu verzeichnen hat und die Überlebenschance bei Krebs somit gestiegen ist, gehen die Zahlen bei einigen Krebserkrankungen nach oben (sind bei anderen Formen hingegen sogar rückläufig). In Deutschland sind im Jahr 2012 477.950 Menschen an Krebs erkrankt, das waren 650 Personen mehr als zwei Jahre zuvor (Quelle: Robert-Koch-Institut/Krebsregister). Nach wie vor führen Brust- und Lungenkrebs bei den Frauen und Prostata- und Lungenkrebs bei den Männern die Liste der Krebserkrankungen an.

Ich weiß, das hört sich alles erschreckend an, zumal auch in der Presse immer mehr Krebsfälle kursieren und bei prominenten Todesfällen andauernd Krebs als Ursache genannt wird.

 

Die schlechte Nachricht…

Ja, Krebs ist vererblich. In manchen Familien existiert eine Neigung, im Laufe des Lebens an Krebs zu erkranken, besonders ist hier Brustkrebs zu nennen, aber auch Eierstock- und Darmkrebs fallen häufig in die Kategorie „erbliche Tumore“. Wirkliche Gewissheit, ob man diese Neigung an seine Kinder weitergibt oder wegen familiärer Vorbelastung selbst an Krebs erkranken kann, schafft in solchen Fällen nur ein Gentest, der allerdings nur das Risiko einschätzt und bei dem man sich über die psychische Belastung nach dem Ergebnis Gedanken machen sollte (Was mache ich bei einem positiven Test? Wie kann das meinen Lebensweg beeinflussen?).

 

Die gute Nachricht…

Die Wahrscheinlichkeit, in seinem Leben an Krebs zu erkranken, lässt sich durch einen gesunden Lebensstil beeinflussen, und hier steht an vorderster Front die Ernährung. Auch wenn die Forschung einzelne Maßnahmen oder Spezifizierungen (wie Rohkost-Ernährung, Superfoods etc.) nicht bestätigt, gelten für die Krankheitsprävention in etwa die Vorgaben, die jeder Mensch für ein gesundes Leben befolgen sollte. Das heißt konkret, ihr solltet vollwertige, naturbelassene und nährstoffreiche Nahrung betonen und ein Übermaß an Fleischprodukten (besonders rotes), zu viel Salz, zu viel Zucker, Frittiertes, Alkohol und alles, was wir im Allgemeinen als „ungesund“ bezeichnen würden, minimieren. Sollte ich noch erwähnen, dass ihr möglichst auch nicht rauchen solltet? In Sachen künstliche Süßstoffe hat es übrigens keine Bestätigung seitens der Wissenschaftler gegeben. Aspartam z.B. konnte keine krebserzeugende Wirkung nachgewiesen werden, der Konsum ist jedoch auch aus anderen, gesundheitlichen Gründen bedenklich.

Der Vollständigkeit halber sollte noch erwähnt werden, dass Chemikalien (erinnert sich noch jemand an Asbest?), Schadstoffe, kontaminierte Lebensmittel und Umweltbelastungen (auch am Arbeitsplatz), ganz oben auf der Liste der schuldigen Krebs-Verursacher stehen.

 

Alles in Bewegung

Glücklicherweise hat sich die Wissenschaft in den letzten Jahren auch stärker mit den Wirkungen von Sport auseinander gesetzt. Die Nutzen, die gesunde Menschen durch Sport erzielen – nämlich u.a.mehr Leistungsfähigkeit, Vitalität und ein besseres Selbstbewusstsein -, gelten auch für Krebspatienten, die durch Sport nicht nur ihre Lebensqualität mit der Krankheit verbessern, sondern auch die Nebenwirkungen einer Chemotherapie reduzieren. Und auch wenn die Forscher noch nicht klären konnten, warum Sport Einfluss auf Krebs hat, weiß man, dass körperliche Aktivität (und zwar richtige Workouts, kein gelegentliches Spazierengehen) eine starke, präventive Wirkung hat.

 

Und, übrigens, an Herzkreislauf-Erkrankungen sterben in Deutschland wesentlich mehr Menschen als an Krebs, und ratet mal, was dagegen hilft? Sport, ein aktiver Lebensstil und eine gesunde Ernährung.

 

Habt ihr Erfahrung mit dem Thema Krebs und Ernährung oder auch Krankheitsprävention durch einen aktiven und gesunden Lebensstil? Her mit euren Erfahrungen und Tipps, ich würde gern mehr erfahren…

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