Super, diese Foods!

Superfood Powder

Habt ihr schon mal von Superfoods gehört? Blöde Frage, ich weiß, schließlich gibt es Goji-Beeren mittlerweile schon beim Discounter. Ich möchte sie lieber Fitfoods nennen…

Seit „Einführung“ dieser besonderen Nahrungsmittel hat es fast ausnahmslos Euphorie gegeben – man bedenke allein, wie viele „Fachbücher“ plötzlich den Markt überschwemmen und wer sonst noch alles auf den Marketing-Wagon aufspringt – und doch habe ich erst kürzlich einen sehr kritischen Bericht gelesen, der behauptete, dass die Superfoods sogar gesundheitsschädlich sein können. Was stimmt denn nun? Ich finde, man muss solche Artikel genauso kritisch lesen und bewerten wie sie selbst erscheinen möchten.

Alle, die sich durch den Superfood-Trend einen dicken Reibach erhoffen, werden euch (untermauert durch Studienergebnisse) glaubwürdig darlegen, dass der Konsum der teuren Beeren und Samen euer Leben verlängert, Krankheiten verhindert und euch in vitale, gesunde Energiebomben verwandelt. Muss ich euch wirklich versichern, dass es auf dieser Welt kein Körnchen gibt, dass diese Superhelden-Kräfte besitzt?

Laut Wikipedia ist ein Superfood „ein nährstoffreiches Lebensmittel, das als besonders förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden ist.“ Andere Definitionen gehen noch weiter und beschreiben sie als möglichst naturbelassene, vollwertige Bio-Lebensmittel (heimisch und aus exotischen Regionen), die bestimmte Nährstoffe in größeren Mengen enthalten als übliche Nahrungsmittel.

Auch wenn Acai, Chia, Goji und Co. mittlerweile zu den bekanntesten Superfoods gehören, gibt es eine enorme Fülle an „Fitfoods“, die man folgenden Kategorien zuordnen kann:

– Früchte/Beeren; z.B. Goji, Acai, Blaubeeren, Granatapfel, Avocado, Papaya, Baobab und weitere.
– Samen; z.B. Chia-Samen und Leinsamen etc.
– Die Grünen: Chlorella, Spirulina, Moringa, Weizengras und einige mehr.
– Wurzeln: Ginseng, Maca, Kurkuma und Co.

– Weitere: Brennessel, Roh-Kakao, Hanf, Kokos, Lucuma, Zimt und viele mehr

Um bei dem Sinn und Zweck etwas konkreter zu werden, hier noch einige Infos zu den speziellen Nutzen, die meinen Lieblings-Fitfoods nachgesagt werden:

1. Chia-Samen: Die kleinen Kügelchen enthalten mehr Omega-3 als Lachs, mehr Eisen als Spinat, mehr Kalzium als Milch, mehr Antioxidantien als Orangen, mehr Ballaststoffe als Leinsamen. Hinzu kommen noch Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Boah, mehr geht nicht!

2. Goji-Beeren: Ein Nachtschatttengewächs, das es in sich hat, sind die tibetanischen Früchte doch reich an sekundären Pflanzenstoffen (den Phytonährstoffen), wichtigen Fett- und Aminosäuren und, wie könnte es anders sein, Antioxidantien. Toll zur Entgiftung, für das Immunsystem und einen gesunden Darm.

3. Leinsamen: Leinsamen sind bekannt für ihren Gehalt an Alpha-Linolensäure (Omega-3), liefern aber auch Protein, Vitamine sowie Folsäure. Am ehesten vertraut sind wir mit den gesunden Wirkungen für die Verdauung, aber gepulvert werden Leinsamen auch als schmerzlindernde Umschläge genutzt oder zu Öl gepresst als sehr hochwertiges Speiseöl in der Küche verwandt.

4. Blaubeeren/Heidelbeeren: Enthalten Antioxidantien, die dem Alterungsprozess einen Dämpfer verpassen, und Anthocyanen, das Krebszellen im Dickdarm dem Gar ausmachen soll und entzündungshemmend wirkt. Hinzu kommen noch Vitamine und Mineralstoffe und die enthaltenen Phenole sollen zusätzlich ein wahrer Schutzmechanismus für das Herz-Kreislaufsystem sein.

5. Hanfsamen: Denkt ihr bei Hanf auch gleich an die berühmte Pflanze, die gern mal in Rauch aufgeht? Weit gefehlt. Auch hier wieder Unmengen an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen, allerdings sehr spezifische, wie z.B. ungesättigte Fettsäuren und Phytol, die nicht nur vor Freien Radikalen schützen, sondern auch Gehirn und Herz vor Problemen bewahren und das Krebsrisiko verringern sollen.

6. Kakao-Nibs: Rohe Kakaobohnen unterscheiden sich stark von herkömmlicher Schokolade, weil die Nährstoffe in unbehandeltem Zustand einfach erhalten bleiben und ihre Wunder vollbringen können. Dazu gehören Schutz des Herz-Kreislaufsystems, Verbesserung von Konzentration und Stimmung, mehr Energie und viele weitere Gesundheitsnutzen. Da roher Kakao viel bitterer schmeckt als Vollmilch-Schokolade, empfehle ich euch die so genannten Kakao-Nibs, die man in Müslis oder andere Gerichte einstreuen kann.

Ein Lebensmittel wie Kokos steht bei mir gar nicht auf der Liste der Superfoods, weil es so vielseitig bei mir eingesetzt wird, z.B. auch als Peeling-Basis, Reinigungszusatz, Haarpackung etc.

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Unter dem Strich:

Ob nun täglich neue Studien erscheinen, die eine Fülle von Gesundheitsnutzen von Superfoods belegen und propagieren, oder die Kritiker vor der großen Marketing-Falle warnen, ein wohl bedachter Einsatz von Superfoods wird euch sicherlich nicht schaden. Im Gegenteil, wie ich finde, kann man doch mit Chia-Samen nicht nur Marmelade und Pudding herstellen, sondern auch Müsli und viele andere Rezepte einfach mal aufpeppen und interessanter machen. Dass dabei noch ein gesundheitlicher Nutzen herausspringt, rechtfertigt den Einsatz der Fitfoods für mich umso mehr. Ihr müsst also abwägen, ob es euch das wert ist. Nur seid euch bitte bewusst, dass ein Esslöffel Chia-Samen nicht den gesundheitlichen Schaden ausgleichen kann, den die regelmäßige Currywust mit Pommes rot/weiß anrichtet. Diese Foods sind super, aber keine Wunderheiler.

Konsumiert ihr Superfoods? Lasst mich wissen, wie ihr zu dem Thema steht und postet fleißig Kommentare. Ich bin gespannt…

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