Warum es sich nur lohnen kann, die Komfortzone zu verlassen…

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Selbsteinschätzung

Ganz ehrlich: Ich habe nie professionell auch nur irgendeine Sportart betrieben (Halt, es gab eine Ausnahme. Als Kind habe ich mit einem Pflegepferd an Wettbewerben im Dressurreiten teilgenommen.), trotzdem glaube ich, durch jahrelang Aktivität und Fitness meinen Körper recht gut zu kennen und mich physiologisch einschätzen zu können. Unter dem Strich behaupte ich einfach mal, dass ich ganz gut geeignet für schnelle und kraftvolle Aktionen bin und alles Langatmige eher nicht so gut auf die Reihe bekomme. Deshalb habe ich immer noch Probleme, mich als Läuferin zu bezeichnen.

Aus der Not geboren

Ich habe mit dem Joggen begonnen, weil es mit zwei Kindern und eher mittelmäßiger Betreuung in den Fitness-Studios ein ziemlich einfacher Weg ist, sich zu bewegen, etwas für die Gesundheit und Fitness zu tun. Rein in die Klamotten und Laufschuhe, raus aus der Haustür und los geht´s. Liegt ein Park direkt vor der Tür? Umso besser. Etwas weiter entfernt? Auch kein Problem, der Weg ist das Ziel. Nach langer Zeit mit ziemlich unregelmäßigem Training hatte ich trotzallem das Gefühl, nie wirklich besser zu werden, Schnelligkeit und Distanz steigerten sich einfach nicht. Ganz anders beim HIIT-/Tabata-/Bodyweight-Training: Die ersten fünf Burpees? Hölle. Ich bin drangeblieben (ich liebe die Dinger) und konnte vor einiger Zeit eine Burpee-Challenge absolvieren, die bis auf 80 (!) Burpees raufging.

Halt durch, Mädchen!

Dranbleiben war auch das Stichwort in Sachen Laufen. Anfang 2016 hatte ich das Jahr zum Laufjahr ernannt und beschlossen, an einigen offiziellen Läufen teilzunehmen. Bis Ostern hatte ich geplant, mindestens 3mal pro Woche zu trainieren, was sich auch ziemlich erfolgreich anging. Auch eine Technik-Änderung (kleinere, schnellere Schritte) brachten Verbesserungen. Dann, direkt vor dem ersten Lauf, ein gesundheitlicher Rückschlag nach dem anderen. Ein neues Hirn-Aneurysma, ziemlich hoher Blutdruck und unerklärliche Unterbauch-Schmerzen. Ich gebe es zu, ich gab mich für ca. eine Woche lang der Vogel-Strauß-Methode hin und wollte alles hinschmeißen. Dennoch konnte ich mich aufraffen und habe alle relevanten, medizinischen Fachrichtungen konsultiert, eine Dosis Vernunft eingeworfen (d.h. langsamer laufen, um Blutdruckspitzen zu vermeiden), die Laufschuhe geschnürt und losgelegt. Der Düsseldorfer-Brückenlauf heute war ein stolzer Moment in doppelter Hinsicht. Meine kleine Tochter hat die 2 km ziemlich schnell absolviert und ganz allein Vollgas gegeben und Mama hat im Anschluss die 10 km auch strammen Zuges nach Hause gebracht.

Ich war mit Sicherheit weit außerhalb meiner Komfortzone, aber nach den ersten 4 km ist es mir gelungen, meine Angst um meine Gesundheit beiseite zu schieben und ich kann einen grandiosen, stolzen Tag zufrieden und glücklich beenden. Hoch vom Sofa und auch mal was versuchen, was dir körperlich und mental einiges abverlangt…es ist auf jeden Fall lohnenswert.

Welchen Herausforderungen habt ihr euch schon gestellt und welche Ängste wollten euch davon abhalten? Wie konntet ihr sie überwinden? Das interessiert mich brennend, also nur her mit euren Kommentaren…

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