HIIT – was ist das, was kann das wirklich?

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Habt ihr schon von HIIT gehört, auch Functional Training, Bodyweight Training, Tabata etc.? HIIT steht für High Intensity Intervall Training, zu deutsch auch hochintensives Intervall-Training.

Ich bin mittlerweile ein absoluter Fan von HIIT und habe mein klassisches Training nun ganz abgelegt. Einst aus der Not geboren, weil es mit zwei Kindern und zwei Jobs wenig praktisch ist, noch die Zeit für 1,5-2 Stunden im Fitness-Studio zu finden (geschweige denn die Motivation), hat HIIT es nicht nur geschafft, meinen Fokus zu verlagern, sondern auch sensationelle Ergebnisse zu erzielen (an allererster Stelle und weit abgeschlagen natürlich die unglaublich schnelle Erholung nach dem Schlaganfall). Wollt ihr mehr erfahren?

HIIT ist meiner Ansicht nach das derzeit effektivste Trainingsprotokoll, da es mehrere Variablen kombiniert und somit auch zahlreiche Nutzen bringt. CrossFit ist zwar ebenfalls der Hammer, aber ich traue mich mit zwei Metall-Fremdkörpern im Hirn nicht an diese Gewichte heran.

  1. HIIT bringt den Stoffwechsel so richtig in Gang und verbrennt mehr Gesamtkalorien und letztendlich mehr Fett als stetiges Cardio.
  2. HIIT verbessert die Magermasse, die Power, die Fettoxidation, VO2 max (das ist die maximale Menge Sauerstoff, die der Körper nutzen kann, und ein Maß für Fitness), Cholesterinwerte, Blutdruck, Insulinempfindlichkeit und Triglyzeridwerte.
  3. HIIT trainiert das Herz und ist somit ein echter Dämpfer für viele Krankheitsrisiken.
  4. HIIT löst den EPOC (Excess Post-Exercise Oxygen Consumption) aus, ein Maß für den Ruhestoffwechsel, Kalorienverbrauch und Fettverlust nach dem Training. Er sorgt dafür, dass euer Ofen bis zu 48 Stunden nach dem Workout noch auf Hochtouren läuft.
  5. HIIT trainiert den ganzen Körper und ermöglicht trotzdem, sich auf individuelle Muskelgruppen zu konzentrieren.
  6. HIIT minimiert den Aufwand in Sachen Motivation und Zeit. An manchen Tagen z.B. bringe ich mein Workout unter, noch bevor ich meine Kinder wecke. Es gibt diesen schönen Spruch: Absolviere dein Workout direkt nach dem Aufstehen, bevor dein Gehirn merkt, was du vorhast! So halte ich es dann: Wecker geht um 5:45 Uhr, dann ein Glas Zitronenwasser und los geht´s…im Anschluss duschen, Kinder wecken, Brote schmieren und der Tag kann kommen!

Medizinbälle

HIIT wird üblicherweise zwischen 12 und 20 Minuten ausgeführt, je nach Variante. Ich wähle nach einem 20-minütigen Aufwärmen (nie vergessen!) auf dem Crosstrainer meist 2 Workouts von je 15 Minuten. Na klar, HIIT ist eine echte Herausforderung, da nur wenig Verschnaufpause enthalten ist und die einzelnen Übungen trotzdem ausreichend schwierig sein sollten – kennt ihr Diverbomber? -, aber die Auswahl der Übungen und Möglichkeiten ist fast unbegrenzt, so dass vom Einsteiger bis zum Profi alles dabei ist. Zum Beispiel könntet ihr mit einfachen Intervallen aus Walking/Jogging bzw. Sprint anfangen.

Und wie bringt ihr euch in Schwung? Schreibt einen Kommentar, schickt mir eine Email oder besucht mich bei Facebook und lasst es mich wissen. Ich freue mich auf eure Tipps und Tricks!

Bleibt dran, beim nächsten Mal zeige ich die Unterschiede zwischen verschiedenen Protokollen, wie Tabata, auf. Be a HIIT!

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