Wie krank macht dich dein Essen?

Blaubeerentext

Einerseits ist es unglaublich, wie wenig sich die Leute anscheinend damit auseinandersetzen, wie viel Einfluss das Essen auf die Gesundheit hat, auf der anderen Seite ist es geradezu skandalös, wie weit die Nahrungsmittelindustrie noch geht, wenn es darum geht, nicht nur das Essen, sondern auch unsere Vorlieben zu manipulieren. Wir steuern auf eine Produktvielfalt zu, in der nahezu kein natürlicher Bestandteil mehr zu finden ist.

In Sachen negative Wirkungen der Nahrung auf unsere Gesundheit und unseren Körper werden nur wohl dosierte Häppchen weitergereicht (unterstützt von den Medien). Wir wissen, dass Zucker schädliche Wirkungen auf Körpergewicht, Haut/Haare, Energie, Stimmung, Verdauung, Immunsystem, Zyklus etc. hat (oder wusstest du das etwa noch nicht?). Wir wissen, dass Alkohol und gesättigte Fette (oder ist das schon zu präzise?) schlecht bei Bluthochdruck sind, das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen erhöhen, schädlich für Leber, Darm, Nerven sind. Wir wissen, dass Fast Food uns dick macht, unsere Gefäße verstopft und…hier ein bisschen Wissenschaft:  Studien haben nachgewiesen, dass fettige (Fast Food) Nahrungsmittel die Entstehung neuer Nervenzellen im Gehirn und die Insulinwerte des Gehirns stören, woraus eine schlechtere Gedächtnisleistung, erhöhtes Krebsrisiko und schnellere Alterung folgen.

Leider ist da oftmals schon das Ende der Fahnenstange. Menschen, die keine Allergien, Unverträglichkeiten, Mangelzustände oder nahrungsbedingte Probleme haben, beschäftigen sich selten mit den Inhaltsstoffen oder der Herkunft ihres Essens. Warum vertragen so viele keine Weizenprodukte mehr? Die Kritiker des Clean Eating-Trends liefern oft das Argument, dass Menschen seit Urzeiten Weizen konsumieren und die ganze Gluten-Hetze ein unsinniger und künstlich aufgebauschter Hype ist. Das (gesunde) Gegenargument: Der Weizen, den unsere Vorfahren konsumiert haben, hat mit dem heutigen, bis zur Unkenntlichkeit veränderten, manipulierten Weizenprodukt nicht mehr viel gemeinsam, und unserem Organismus, der sich im Laufe der Evolution nicht sonderlich stark verändert hat, ist das sehr wohl bewusst und das kommuniziert er auch mit diversen Beschwerden.

Ein wenig provokant?

Es ist ja mitunter recht lustig, bei aufkeimendem Grillwetter mit der Bratwurst, dem Schweinenacken und dem Bierchen zu kokettieren und Gesundesser als „Grasfresser“, „Körnerfresser“ und „Spaßbremsen“ zu bezeichnen. Aber ehrlich gesagt sind Krankheiten, chronische Schmerzen und steigende Adipositas-Zahlen nicht im Geringsten lustig. Wenn ich mal etwas wagen darf, würde ich Menschen, die sich überhaupt nicht mit ihrer Ernährung auseinandersetzen, in zwei Kategorien einstufen. Da ist zum einen der „bequeme Glückspilz“, der bislang keine oder kaum gesundheitliche Probleme hatte und deshalb nicht motiviert ist, aus seiner Bequemlichkeitszone herauszutreten, sich lieber auf fertig verarbeitetes, verpacktes „Bequem-Essen“ verlässt. Zum anderen gibt es den „Ich-doch-nicht-Ignoranten“, für mich der Mensch, der seine kleineren oder größeren Befindlichkeiten keinesfalls mit dem in Verbindung bringt, was er in seinen Mund steckt. Dein Blutdruck ist zu hoch? Schau doch erstmal in deine Küchenschränke, bevor du zu Tabletten greifst. Keine Energie, Stimmungsschwankungen? Isst du zu viel einfache Kohlenhydrate, zu viel Zucker? Ist es nicht erstaunlich, dass es z.B. im Drogeriemarkt mittlerweile Laktase-Tabletten gibt, damit der Mensch mit Laktoseintoleranz trotzdem die Nahrungsmittel konsumieren kann, die der Körper doch offensichtlich nicht will und nicht verträgt?

Natürlich möchte ich diesen Artikel als Denkanstoß sehen, nicht als angriffslustigen, erhobenen Zeigefinger. Ich weiß, dass ich persönlich ziemlich streng und konsequent bin, wenn es um meine Ernährung geht, das heißt aber nicht, dass es für mich nur diese eine Wahrheit gibt und ich alles andere verurteile. Ich bin nur der Meinung, dass wir als mündige Erwachsene auch in Sachen Essen mal den gesunden Menschenverstand einschalten und Dinge hinterfragen sollten. Die Medien sind ein mächtiges manipulatives Werkzeug, das nicht immer unser bestes Wohl im Sinn hat. Einfach mal dran denken und sich umfangreich informieren….

Hast du auch Ernährungssünden aus deinem Leben verbannt? Oder gesundheitliche Probleme mit einer Ernährungsumstellung in den Griff bekommen? Erzähle mir in den Kommentaren davon, ich würde gern mehr erfahren…

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