Zucker – der Feind in meinem Essen?

Sugar Jar
Echt jetzt? Ist wohl ein bisschen übertrieben, was? Auch wenn das jetzt keine Kriegserklärung an Süßungsmittel per se wird, will ich auch nichts beschönigen. So wertvoll er für den Geschmack vieler Genüsse sein mag, so schädlich ist er für eure Gesundheit. Punkt.
Ich bin mir absolut bewusst, dass das radikale Verteufeln bestimmter Dinge allein nicht für Veränderungen sorgen wird. Aber seid versichert, ich befürworte nur das, was ich selbst auch ausprobiert, für gut befunden und übernommen habe. Also mal die reinen Fakten.
Wenn ich von Zucker spreche, dann handelt es sich um das weiße Zeug, auch Tafelzucker oder Industriezucker genannt, bestehend aus Fructose und Glucose. (zu den Alternativen komme ich später). Wusstet ihr, dass diese Zuckerform eine chemische Rieselhilfe enthält, um ja nicht zu verklumpen? Glücklicherweise entwickelt die Gesellschaft langsam ein Bewusstsein dafür, dass Zucker süchtig macht, aber die meisten Menschen wissen nach wie vor nicht, wo sich das Zeug überall versteckt. Hustensaft, Brot, Tomatensoße, Sushi…erschrocken? Die Liste ließen sich beliebig fortsetzen, denn die Nahrungsmittelindustrie arbeitet u.a. damit, dass der Zucker für immer mehr Lust auf Zucker sorgt. Angeblich nimmt der Durchschnittsdeutsche 36 Kilo Zucker pro Jahr zu sich!! Die schlimmen Folgen?
Zu einem führen die suchterzeugenden Eigenschaften von Zucker zur falschen Nahrungswahl, d.h. ihr werdet von dem Verlangen nach dem süßen Zeug dazu verführt, ungesundes, stark verarbeitetes Essen zu wählen, um für den Zucker-Kick zu sorgen. Und dann wären da noch die medizinischen Probleme: Diabetes Typ II, weil die Bauchspeicheldrüse den Dienst verweigert, Gewichtszunahme mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten, und nicht zuletzt Krebs. Krebs? Leider ja, Zuckerkonsum allein wird euch nicht mit einer Krebskrankheit bestrafen, aber man hat herausgefunden, dass Krebszellen Zucker lieben, weil er für ihren schwerfälligen, anaeroben Stoffwechsel den am einfachsten verfügbaren Treibstoff darstellt.
An apple a day keeps the doctor away?
Und der Zucker in Obst? – wird sehr häufig eingeworfen. Angeblich enthalten viele Obstsorten reichlich Zucker, nämlich in Form von Fructose. Okay, Fructose wird in zu großen Mengen vom Körper in Fett umgewandelt und abgespeichert. Jetzt kommt das große Aber: Zu einem müsst ihr sehr viel Obst essen, was wohl kaum der Standard auf deutschen Speisezetteln ist, zum anderen sorgen die Ballaststoffe in den Pflanzenfasern dafür, dass diese Zuckerform nicht zu schnell ins Blut gelangt. Nochmal ein Aber: Die Fructose in verarbeiteten Lebensmitteln hingegen ist nicht natürlich und pflanzlicher Art, sondern – wie viele Bestandteile dieser Lebensmittel – ein Produkt der Laborkittel und richtet damit beträchtlichen Schaden im Körper an.
Und die Alternativen?

Ich persönlich nutze derzeit am liebsten Kokosblütenzucker (aus dem Nektar der Kokosblüte gewonnen, aber bitte unverfälscht und Fair Trade!) in Streuform oder als Sirup, gelegentlich auch mal einen Löffel Bio-Honig (am besten aus der Region) im Tee oder Datteln als Basis für Süßspeisen, wie Kuchenboden, Energy Bites oder selbstgemachtes Granola. Und Finger weg vom künstlichen Süßstoff (schließt auch Stevia ein), da kommt ihr vom Regen in die Traufe. You´re sweet anyway!

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